Leben in Paphos · Oktober 2026
Vier Stunden, vier Fotos: ein etwas anderer Oktobersamstag in Paphos
13. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit
Kurz erklärt
Der 12. Cyprus Photomarathon findet am Samstag, dem 24. Oktober 2026, in Paphos statt. Startpunkt ist der Kennedy-Platz. Die Teilnehmenden erhalten vier Themen und haben vier Stunden Zeit, diese fotografisch umzusetzen. Kameras und Smartphones sind gleichermaßen willkommen, ebenso Anfänger und Familien. Laut den Informationen zu Ablauf und Teilnahme solltet ihr vor der Einweisung um 09:50 Uhr da sein.
Hier kommt eine Idee für einen Oktoberausflug, für den ihr weder eine Konzertkarte noch das Programm eines Dorffests braucht. Auch die Frage, wo ihr zuerst essen geht, kann warten. Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, veranstaltet die Sektion Paphos der Cyprus Photographic Society ihren 12. Fotomarathon mit Start am Kennedy-Platz. Das Schöne daran ist nicht unbedingt die Aussicht auf ein preisgekröntes Foto. Es ist der Anlass, einmal stehen zu bleiben, genau hinzuschauen und einer vertrauten Ecke der Stadt mehr als nur einen flüchtigen Blick zu schenken.
Stellt euch den Vormittag lieber als kleine kreative Aufgabe vor, nicht als weitere Liste von Sehenswürdigkeiten zum Abhaken. Vielleicht interessiert euch eine Tür, eine Spiegelung oder der Abstand zwischen zwei Menschen mehr als ein weitläufiges Panorama. So würden wir es angehen: neugierig kommen, möglichst wenig mitnehmen und Platz für ein unerwartetes Motiv lassen. Wer dem alltäglichen Leben in Paphos näherkommen möchte, findet bei einem Vormittag mit offenen Augen einen guten Einstieg.

1. Eine Fotoaufgabe, kein Wettrennen
Laut offizieller Ankündigung erkundet ihr die Stadt beim Fotomarathon selbstständig und in eurem eigenen Tempo. Zu Beginn werden vier Themen bekannt gegeben, zu denen ihr anschließend jeweils ein Foto einreicht. Mitbringen solltet ihr also vor allem Ideen, keine sportlichen Gehzeiten.
Wir würden der Versuchung widerstehen, schon vor der Ankunft vier fertige Bildideen im Kopf zu haben. Merkt euch ruhig ein paar Orte, die ihr erkunden möchtet, aber lasst zu, dass die tatsächlichen Aufgaben eure Pläne verändern. Sonst verbringt ihr den Vormittag womöglich damit, eine Lieblingsansicht in ein Thema zu zwängen, zu dem sie nicht recht passt. Der Reiz liegt doch gerade in der kleinen Überraschung, etwas zu entdecken, das ihr gar nicht fotografieren wolltet.
Nehmt euch die Freiheit, länger an einem Ort zu bleiben. Probiert einen Blickwinkel aus, geht ein paar Schritte weiter und schaut noch einmal. Legt die Kamera dann kurz weg und seht euch einfach so um. Unser Vorschlag: Betrachtet den Vormittag als vier kleine Fragen an Paphos und nicht als vier Punkte auf einer Aufgabenliste. Vielleicht nehmt ihr ein Bild mit nach Hause, das euch richtig begeistert. Oder einfach einen guten Grund, in eine Straße zurückzukehren, durch die ihr sonst nur eilig hindurchgeht.
2. Euer Smartphone ist willkommen, Ausrüstungssorgen dürfen zu Hause bleiben
Die veröffentlichten Teilnahmeinformationen laden ausdrücklich auch Menschen mit Smartphone und ohne fotografische Vorkenntnisse ein. Gut zu wissen, bevor ihr euch die Teilnahme ausredet, nur weil andere womöglich mit einer beeindruckenden Kameratasche auftauchen.
Unser Tipp: Nutzt das Gerät, mit dem ihr euch bereits auskennt. Dieser Vormittag ist vermutlich nicht der richtige Zeitpunkt, eine komplizierte Kamera auszuleihen und die erste Stunde nach einer Einstellung zu suchen. Prüft vor dem Losgehen, ob ihr eure Fotos findet, ein einzelnes Bild auswählen und auf die Originaldatei zugreifen könnt. Fragt die Veranstalter, wie die Bilder eingereicht werden sollen, statt davon auszugehen, dass es genügt, ein Foto auf dem Display vorzuzeigen.
Ihr könnt euch auch eine einfache kreative Regel setzen: Sucht zuerst ein Detail, bevor ihr eine Gesamtansicht aufnehmt. Probiert die Kante eines Türrahmens statt des ganzen Gebäudes oder ein Muster statt der gesamten Straße. Das sind Anregungen für euren Vormittag, keine Vorhersagen der Wettbewerbsthemen. Konzentriert euch darauf, was euch an Paphos interessiert, und nicht darauf, welches Motiv ein Profifotograf wohl wählen würde.
Vor allem aber: Verbringt nicht den ganzen Ausflug damit, Bilder auf euren Displays zu vergleichen. Macht euer Foto, genießt den Ort vor euch und geht weiter, wenn euch danach ist.

3. Fangt in der Altstadt an, durch die ihr sonst nur hindurchgeht
Der Kennedy-Platz, die städtischen Märkte, das Kunsthandwerk und das Rathaus gehören zu den empfohlenen Entdeckungen in der Altstadt. Versteht diese Auswahl nicht als Route, die ihr vollständig ablaufen müsst. Nutzt sie lieber als Ausgangspunkt für die Frage, welchem Teil der Stadt ihr eure Aufmerksamkeit schenken möchtet.
Wir würden uns zunächst ein überschaubares Gebiet vornehmen und es gründlich erkunden. Entscheidet euch nach der Bekanntgabe der Themen für eine Richtung und kehrt ruhig um, wenn euch etwas ins Auge fällt. Der Vormittag muss sich nicht wie eine Expedition anfühlen. Ein kurzer Straßenabschnitt, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, wäre uns lieber als ein langer Marsch, bei dem kaum Zeit zum Anhalten bleibt.
Falls ihr vor der Veranstaltung eine Proberunde drehen möchtet, gebt euch ein ganz eigenes Übungsthema, etwa Wiederholung, eine Schwelle oder einen neuen Blick auf einen vertrauten Gegenstand. Trennt diese Übung klar vom eigentlichen Wettbewerb, dessen Themen ihr erst am Veranstaltungstag bekommt. Es geht nicht darum, einen Beitrag vorzubereiten. Ihr sollt euch lediglich daran gewöhnen, eure alltägliche Umgebung mit einer bestimmten Frage im Kopf zu betrachten.
Denkt außerdem daran, dass andere hier ganz normal ihrem Arbeitstag nachgehen. Fragt nach, bevor ihr einen Ladenbesitzer oder einen Kunden aus der Nähe fotografiert. Möchte jemand nicht aufs Bild, bedankt euch und sucht ein anderes Motiv. Ein freundlicher Umgang ist wichtiger als genau das Foto, das ihr euch zunächst vorgestellt habt.
4. Nutzt den Stadtplan als Hilfe, nicht als Regieanweisung
Der offizielle Stadtplan von Paphos zeigt, wo die städtische Galerie, Ibrahim's Khan, das Stadtzentrum und der Hafen im Stadtgebiet liegen. Ibrahim's Khan wird dort auch als historische Herberge mit Innenhof beschrieben. Nutzt diese Informationen zur Orientierung, nicht als Zusage, dass bei eurem Besuch alle Innenräume zugänglich sind.
Wenn euch architektonische Details ansprechen, könnt ihr die Gegend um den Khan als Möglichkeit im Hinterkopf behalten, statt sie fest einzuplanen. Erkundigt euch vor Ort nach dem Zugang und beachtet mögliche Hinweise zum Fotografieren. Baut euren Vormittag nicht um einen Innenraum herum auf, von dem ihr noch gar nicht wisst, ob ihr ihn betreten dürft. Behaltet ein alternatives Motiv im Kopf und bleibt flexibel.
Wir würden auch den Hafen nicht automatisch dazunehmen, nur weil er ein beliebtes Fotomotiv ist. Fragt euch, was ihr euch von dem zusätzlichen Weg versprecht. Hilft er euch, ein Thema umzusetzen, oder zieht es euch nur dorthin, weil ihr schon wisst, wie das Foto aussehen wird? Gegen eine Lieblingsansicht ist nichts einzuwenden. Doch dieser Ausflug ist ein guter Anlass, einmal etwas weniger Vorhersehbares auszuprobieren.
Klärt vor dem Aufbruch, wohin ihr zurückkehren müsst, und legt fest, wann ihr euch auf den Rückweg macht. Plant reichlich Zeit ein, um Bilder auszuwählen und Fragen zur Abgabe zu klären. Schließlich soll der Vormittag nicht in hektischem Hantieren am Smartphone enden, während irgendwo in eurer Fotogalerie ein richtig gutes Bild darauf wartet, gefunden zu werden.
5. Gut vorbereitet in den Samstagmorgen
Die Anmeldung ist von 09:15 bis 10:15 Uhr vorgesehen, die Einweisung in die Regeln um 09:50 Uhr und der Start um 10:00 Uhr. Die Fotos können zwischen 13:30 und 14:30 Uhr abgegeben werden. Unser Tipp: Kommt lieber gleich zu Beginn der Anmeldung statt auf den letzten Drücker. So bleibt Zeit für Fragen, ohne dass ihr die Einweisung verpasst.
Nach dem Stand vom 13. Oktober nennt die Ankündigung weder eine Teilnahmegebühr noch ein genaues Verfahren zur Übertragung der Bilddateien. Ein fehlender Preis bedeutet nicht automatisch, dass die Teilnahme kostenlos ist. Klärt diese Punkte mit der veranstaltenden Ortsgruppe. Fragt dabei auch nach den Regeln für Bildbearbeitung, Dateiformate, gemeinsam genutzte Geräte und die eigene Teilnahme von Kindern.
Das wäre unsere kleine Checkliste. Dabei geht es bewusst mehr um einen entspannten Vormittag als um besondere Ausrüstung:
- Ladet euer Handy oder eure Kamera vollständig auf und schafft vor dem Losgehen Platz für neue Fotos.
- Nehmt Wasser mit, zieht bequeme Schuhe an und denkt je nach Wettervorhersage an Sonnen- oder Regenschutz.
- Packt ein Ladekabel ein und, falls ihr schon eine habt, eine kleine Powerbank.
- Speichert den Startpunkt und notiert euch, wo ihr eure Fotos abgeben sollt.
- Fragt vor dem Start nach Teilnahmegebühren, Regeln zur Bildbearbeitung und dem vorgeschriebenen Abgabeweg.
- Stellt euch eine Erinnerung, damit ihr eure Fotos rechtzeitig durchseht und ohne Zeitdruck zurückkommt.
- Haltet euer Gepäck leicht. Nehmt euch lieber Zeit zum Umschauen, statt ständig Ausrüstung aus- und wieder einzupacken.
6. Gemeinsam unterwegs, mit einem eigenen Blick für jeden
Die Einladung der Veranstalter richtet sich ausdrücklich auch an Kinder und Familien. Wenn ihr gemeinsam teilnehmen möchtet, würden wir zuerst besprechen, worauf alle an diesem Vormittag Lust haben. Ein begeisterter Teenager, ein jüngeres Kind und ein Erwachsener mit Freude am Fotografieren haben womöglich sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie lange man dieselbe Wand betrachten möchte.
Unser Vorschlag: Einigt euch auf ein überschaubares Gebiet, eine Pause und einen festen Treffpunkt mit Uhrzeit. Fragt die Veranstalter, wie die Einzelteilnahme geregelt ist, bevor ihr davon ausgeht, dass eine Familie ein Gerät teilen oder eine gemeinsame Bildauswahl einreichen darf. Lasst anschließend jedem Raum für eigene Entscheidungen. Fragt lieber: „Was ist dir daran aufgefallen?“, statt sofort einen besseren Blickwinkel vorzuschlagen.
Mit Freunden funktioniert das genauso gut. Ihr könnt eine Weile zusammen gehen und dann ein paar Minuten allein auf Motivsuche gehen, bevor ihr euch zeigt, was euch aufgefallen ist. Macht nicht aus jedem Halt eine Abstimmung darüber, wer das beste Foto gemacht hat. Wir hören lieber die Geschichte hinter einem überraschenden Motiv, als den ganzen Vormittag Bilder zu bewerten.
Falls die gesamte Foto-Challenge nicht zu eurer Gruppe passt, könnt ihr die Idee an einem anderen Tag für einen eigenen, lockeren Ausflug durch Paphos aufgreifen. Plant eine kürzere Runde, wählt ein eigenes Thema und haltet das Ganze klar vom offiziellen Wettbewerb getrennt. Ihr müsst eine organisierte Veranstaltung nicht in einen Familienalltag zwängen, der gerade etwas anderes braucht.

7. Den frischen Blick mit in den Alltag nehmen
Wenn der offizielle Teil des Vormittags vorbei ist, würden wir uns erst einmal etwas zu trinken holen und die Bilder in Ruhe ansehen. Nicht nur schnell beim Gehen durchscrollen. Setzt euch hin, sucht jeweils ein Foto aus und erzählt, warum ihr es behalten habt. Vielleicht merkt ihr dabei, dass das beinahe gelöschte Bild mehr über euren Vormittag erzählt als das technisch sauberere.
Versucht, nicht gleich alles zu posten. Notiert euch die Straße, das Detail oder die Frage, die euch zum Stehenbleiben gebracht hat. So entsteht eine kleine persönliche Erinnerung an Paphos statt einer weiteren Fotosammlung, die ihr später kaum noch zuordnen könnt. Eine kurze Bildnotiz nur für euch, selbst ein paar Worte, reicht dafür völlig aus.
Für die nächsten Wochen würden wir uns nicht zu viel vornehmen. Wählt einen ganz gewöhnlichen Gang durch Paphos und nehmt euch zehn Minuten Zeit, bewusst hinzuschauen. Vielleicht vor einem Treffen mit Freunden oder nach einer Besorgung, ganz ohne Wettbewerb und ohne den Anspruch, etwas Beeindruckendes festzuhalten. Aus der neuen Gewohnheit soll schließlich kein weiterer Pflichttermin werden.
Genau deshalb lohnt es sich, diesen Oktobertermin im Blick zu behalten. Uns gefallen Ausflüge, die nicht nur für den Moment etwas bieten, sondern auch eine kleine Anregung für den Alltag mitgeben. Ihr müsst nicht mit einem außergewöhnlichen Foto zurückkommen. Wenn ihr danach eine Ecke von Paphos mit anderen Augen seht, ist das schon ein schöner Gewinn.
Häufige Fragen
Wann und wo findet der Fotomarathon in Paphos statt?
Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, auf dem Kennedy Square. Die Anmeldung beginnt um 09:15 Uhr, die Einweisung findet um 09:50 Uhr statt und der Fotomarathon startet um 10:00 Uhr.
Kann ich mit dem Handy teilnehmen?
Ja. Die Veranstalter begrüßen sowohl Kameras als auch Handys. Ihr könnt auch ohne Erfahrung im Fotografieren teilnehmen.
Was sollen die Teilnehmenden fotografieren?
Zum Start werden vier Themen bekannt gegeben. Ihr habt vier Stunden Zeit, sie fotografisch umzusetzen, und reicht zu jedem Thema ein Foto ein.
Gibt es eine Teilnahmegebühr?
In der offiziellen Ankündigung war bei der Prüfung am 13. Oktober 2026 keine Gebühr angegeben. Fragt bei der veranstaltenden Ortsgruppe nach, statt von einer kostenlosen Teilnahme auszugehen.
Können Kinder und Familien mitmachen?
Ja, die Einladung richtet sich auch an Kinder und Familien. Fragt die Veranstalter, wie Anmeldung und Fotoabgabe für einzeln teilnehmende Kinder oder bei gemeinsam genutzten Geräten geregelt sind.
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